Hertha BSC verkündet Werbedeal mit Sportwetten-Anbieter

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Die Tumulte bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern, als das Sponsoring mit Qatar Airways kontrovers diskutiert wurde, sind bis heute unvergessen. Nun schlägt auch eine neue Partnerschaft zwischen Hertha BSC und CrazyBuzzer hohe Wellen. Wir machen den Fakten-Check.

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Der Deal im Überblick

Die zweite Bundesliga in Deutschland ist kürzlich in die neue Saison gestartet. Hertha BSC zählt zweifellos zu den populärsten Vereinen der Liga, doch im ersten Spiel präsentierten sich die Spieler mit einem Trikot ohne Hauptsponsor. Pünktlich vor dem ersten Heimspiel ist es der „alten Dame“ nun doch noch gelungen, auf den letzten Drücker einen Sponsoren-Deal an Land zu ziehen. Bei dem neuen Hauptsponsor handelt es sich um den Sportwetten-Anbieter Crazy Buffer.

Das Logo des Online-Buchmachers, welcher ein Teil der mächtigen Merkur-Gauselmann-Gruppe ist, wird künftig zentral auf den Trikots der Herthaner platziert sein. Um das „dicke B“ auf der Brust zu präsentieren, legt Crazy Buffer Insidern zufolge rund 2 Millionen Euro auf den Tisch. Es handelt sich um einen Werbevertrag mit einer Laufzeit von nur einem Jahr. Ob die Partnerschaft anschliessend fortgesetzt wird, steht derzeit noch in den Sternen.

 

“Der Vorwurf der Fans lautet: Hertha BSC verrät seine eigenen Werte.“

 

Shitstorm bricht aus

Unmittelbar nachdem der Hauptstadtverein den Deal offiziell verkündet hatte, meldeten sich zahlreiche Fans via Social Media zu Wort. Die Grundstimmung war dabei ausserordentlich negativ – innerhalb kürzester Zeit entfachte ein regelrechter Shitstorm. Der Vorwurf der Fans lautet: Hertha BSC verrät seine eigenen Werte.

Ein Blick in die jüngste Historie des Vereins gewährt uns Einblicke in die Gefühlswelt der Fans: Vor nur einem Jahr wurde Kay Bernstein zum neuen Präsidenten gewählt. Eines seiner Grundprinzipien, die er bei seiner Wahl selbstbewusst verkündet hatte, war, dass Sponsoren sorgfältig ausgewählt werden und eine Zusammenarbeit mit Sportwetten-Anbietern kategorisch ausgeschlossen werden müsse. Diese Industrie verkörpere nicht die Werte des Vereins, so der Präsident.

Dass die Fans sich nun veräppelt vorkommen, ist also nicht verwunderlich. Gerüchten zufolge hat sich das Management des Vereins nicht leicht mit der Entscheidung getan. Innerhalb der Führungsgremien soll das Thema bis zuletzt äusserst kontrovers diskutiert worden sein. Letztendlich hat sich Hertha jedoch zu diesem Schritt bewogen, da sie finanzielle Unterstützung nach dem Abstieg wirklich dringend benötigen.

 

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Vorsicht ist geboten

Unserer Ansicht nach ist der Trend, dass immer mehr Sportwetten-Werbung im Fussball präsentiert wird, nicht von der Hand zu weisen. Sobald wir Fussball auf dem höchsten Niveau verfolgen, kommen wir an diesem Thema nicht mehr vorbei. Als Unternehmen, welches sich dem Spielerschutz verpflichtet fühlt, sehen wir diese Entwicklung kritisch. Ganz besonders stört uns der rasante Anstieg der Werbepräsenz, denn von Jahr zu Jahr intensivieren sich die Werbebeiträge der Sportwetten-Anbieter.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Fussball auch viele junge Menschen begeistert und der Sport als Ganzes eine Vorbildfunktion einnehmen sollte. Wir vertreten daher die Meinung, dass die Sportwettenindustrie einen Gang zurückschalten sollte und ihre Werbung im Allgemeinen mit mehr Bedacht platzieren sollte. Falls sich diese progressive Entwicklung fortsetzen sollte, in der die Branche immer präsenter im Profi-Fussball wird, dürfte sich die Industrie am Ende des Tages ins eigene Bein schiessen. Denn die Einführung von strengen Regularien wird dann nur eine Frage der Zeit sein.

Ein Blick über den Tellerrand belegt unsere These: In der Premier League wurden bereits klare Regeln für den Umgang mit Glücksspiel-Unternehmen integriert. Im Rahmen des Spielerschutzes wurde sichergestellt, dass Sportwetten-Anbieter beispielsweise Ihre Logos nicht mehr zentral im Brust-Bereich der Trikots platzieren dürfen. Ähnliche Vorschriften werden vermutlich auch im deutschsprachigen Raum folgen, wenn die Werbepräsenz dieser Unternehmen weiterhin rasant ansteigen wird.

Letztendlich appellieren wir jedoch nicht nur an die Glücksspielindustrie, sondern an die gesamte Fussball-Branche. Alle Beteiligten sollten an einem Strang ziehen und sich mit der Frage auseinandersetzen, welche Werte man verkörpern möchte. In Zeiten von fragwürdigen Saudi-Arabien-Deals und Korruptionsvorwürfen gegenüber der FIFA sendet der Fussball gegenwärtig die Botschaft: „Geld regiert die Welt“. Die gesamte Branche sollte sich Ihrer Vorbildfunktion für junge Menschen bewusster werden und dementsprechend handeln.

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